Ein Heimspeicher ohne Photovoltaik verdient sein Geld allein damit, dass Strom zu verschiedenen Tageszeiten verschieden viel kostet. Dieser Rechner prüft, ob das reicht — auf den echten Börsenpreisen des Jahres 2025 und dem amtlichen Lastprofil eines Haushalts. Ohne Herstellerangaben, ohne Rundungen zugunsten des Ergebnisses.
Alle Annahmen sind veränderbar, jede Zahl ist belegt, die Methodik steht vollständig auf dieser Seite. Wer zu einem anderen Ergebnis kommt, kann nachsehen, woran es liegt.
Links stehen die Annahmen, rechts das Ergebnis. Voreingestellt ist der Marstek Venus A, wie er im Bündel „Rabot Flow“ verkauft wird, in einem Zwei-Personen-Haushalt in Thüringen.
Schwarze Linie: mittlerer Börsenpreis je Stunde über alle 365 Tage. Blau: wann der Speicher lädt. Rot: wann er abgibt. Die Balken sind Jahressummen — an einem einzelnen Tag sieht es schärfer aus, weil die Mittelung die Ausschläge glättet.
| Stunde | Börsenpreis | geladen im Jahr | abgegeben im Jahr | Verbrauch im Jahr |
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Diese Rechnung steht vollständig im Adressfeld des Browsers. Wer den Link weitergibt, gibt alle Annahmen mit weiter — Voraussetzung dafür, dass jemand anderes das Ergebnis nachprüfen kann.
Was von der Bruttoersparnis übrig bleibt.
Kumulierter Zahlungsstrom, Jahr 0 ist der Kauf.
Der Speicher verdient sein Geld im Sommerhalbjahr. Im Winter ist die Mittagsdelle klein, weil kaum Photovoltaik einspeist — dann fehlt die billige Ladestunde.
Eine einzelne Zahl als Ergebnis wäre eine Genauigkeit, die die Datenlage nicht hergibt. Mehrere Eingangsgrößen sind nur als Bereich bekannt: Der gemessene Wirkungsgrad schwankt je nach Gerät und Last zwischen 78 und 86 Prozent, der Leerlaufverbrauch am Markt zwischen 0,2 und 9,5 Watt, das Netzentgelt innerhalb eines Bundeslands um mehr als einen Cent, und wie gut eine Steuerung tatsächlich trifft, weiß niemand genau. Der Rechner streut deshalb über diese Größen und zeigt, wo das Ergebnis landet.
Rot der Bereich, in dem acht von zehn Durchläufen liegen. Grau die Ränder. Der Zufallsgenerator ist festgesetzt — gleiche Eingaben ergeben immer dieselbe Spanne, sonst wäre das Ergebnis nicht nachprüfbar.
| Größe | Streuung | Begründung |
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Nettoertrag im ersten Jahr, wenn man die Preisstruktur eines anderen Jahres zugrunde legt.
Die Voreinstellungen sind Mittelwerte. Drei Eingaben bringen die Rechnung dichter an Ihren Fall, alle drei stehen in Unterlagen, die Sie bereits haben:
Beim Gerät gilt dasselbe: Nutzbare Kapazität, gemessener Wirkungsgrad und Leerlaufverbrauch stehen selten im Datenblatt, aber meist in unabhängigen Tests. Herstellerangaben zum Wirkungsgrad sind fast immer Einweg-Spitzenwerte und für diese Rechnung unbrauchbar.
Anbieterrechner multiplizieren Kapazität mal Zyklen mal Spread. Das überschätzt den Ertrag systematisch, weil drei ganz verschiedene Dinge gleichzeitig begrenzen — und meistens nicht die Kapazität.
Der senkrechte Strich markiert die aktuell eingestellte Kapazität.
1,0 entspricht der tatsächlichen Preisstruktur des Jahres 2025.
Auch hier läuft die Kurve in eine Sättigung — dann bindet der Speicher, nicht der Verbrauch.
Homeoffice erhöht den Stromverbrauch um grob 0,5 bis 1,7 Kilowattstunden je Arbeitstag: Rechner und Monitor, Beleuchtung, Kaffeemaschine, Mittagessen auf dem Herd, im Winter zusätzlich Heizungshilfsstrom. Für den Speicher ist entscheidend nicht, wie viel dazukommt, sondern wann.
Gestrichelt das Standardlastprofil, durchgezogen mit der gewählten Homeoffice-Einstellung. Ändern Sie die Auswahl im Rechner, um den Unterschied zu sehen.
Der Mehrverbrauch fällt fast vollständig zwischen 8 und 17 Uhr an — und damit zu einem großen Teil in die Mittagsstunden, in denen der Strom an der Börse ohnehin am billigsten ist. Im Jahr 2025 kostete die Stunde ab 13 Uhr im Mittel 46 €/MWh, die Stunde ab 19 Uhr 136 €/MWh. Wer mittags mehr verbraucht, verbraucht in der günstigsten Stunde des Tages. Ein Speicher kann dort keine Differenz heben, weil keine da ist.
Ganz ohne Wirkung bleibt Homeoffice trotzdem nicht: Die Randstunden gegen 8 und gegen 17 Uhr sind bereits teuer. Unterm Strich ist der Effekt klein und in beide Richtungen gering — deutlich kleiner jedenfalls, als die Zunahme des Jahresverbrauchs vermuten lässt.
„Mehr Verbrauch heißt mehr Speicherertrag“ stimmt nur, solange der Mehrverbrauch in teure Stunden fällt. Bei Homeoffice ist das gerade nicht der Fall. Ein Rechner, der die Speichergröße am Jahresverbrauch bemisst, empfiehlt Homeoffice-Haushalten systematisch zu große Geräte.
„Flow“ ist kein Speichermodell, sondern ein Bündel: Rabot Energy verkauft seit dem 29. Juni 2026 einen Marstek Venus A mit 2,12 kWh für 400 € — an einen dynamischen Tarif desselben Anbieters gebunden, Smart Meter inklusive, Steuerung über die Anbieter-App, zehn Jahre Herstellergarantie, Aufstellung ohne Elektriker. Beworben wird eine Ersparnis von etwa 120 € im Jahr und eine Amortisation nach drei bis vier Jahren.
Zwei-Personen-Haushalt, 2.700 kWh, Netzentgelte Thüringen, Preisstruktur 2025, Realisierungsgrad 85 %.
| Variante | abgegeben | brutto | netto | Amortisation | über die Lebensdauer |
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Der Gerätepreis von 400 € liegt unter dem Straßenpreis des Venus A von rund 435 €, mit Rabattcode sind es 301 €. Das Smart Meter ist im Tarif enthalten, die jährlichen Messstellenkosten von 30 € entfallen also als separater Posten. Die Steuerung kommt fertig — wer selbst kauft, muss die Ladefenster über App, Modbus oder ein Hausautomationssystem selbst setzen. Für jemanden, der das nicht will, ist das ein echter Wert.
Die Bindung an den Tarif ist der eigentliche Preis. Solange der Speicher läuft, kann der Anbieter nicht gewechselt werden, ohne das Gerät zu entwerten — der Anbieteraufschlag ist damit auf Jahre festgeschrieben, obwohl er direkt in die Marge jeder gespeicherten Kilowattstunde eingeht. Hinzu kommt: Der Venus A ist mit einem gemessenen Wirkungsgrad von 78 % das schwächste Gerät seiner Klasse; der Zendure SolarFlow 800 Pro liegt bei 83 % und zieht im Leerlauf 0,2 statt 2 Watt — bei niedrigerem Kaufpreis.
120 € im Jahr aus 2,12 kWh Bruttokapazität bedeuteten rund 57 € Ertrag je Kilowattstunde Kapazität. Die unabhängigen Untersuchungen der HTW Berlin und von Neon kommen für deutlich größere Speicher auf 50 bis 69 € — insgesamt, nicht je Kilowattstunde. Rabot legt die Annahmen hinter der Zahl nicht offen. Ohne diese Offenlegung ist sie nicht überprüfbar, und was nicht überprüfbar ist, gehört nicht in eine Investitionsentscheidung.
Die Spanne der veröffentlichten Zahlen ist bemerkenswert: Zwischen der niedrigsten wissenschaftlichen und der höchsten Anbieterangabe liegt der Faktor 23. Die Trennlinie verläuft dabei ziemlich genau zwischen denen, die ihre Annahmen offenlegen, und denen, die es nicht tun.
Blau: Hochschulen und unabhängige Untersuchungen. Ocker: Anbieterangaben. Rot: dieses Modell mit den aktuell eingestellten Werten, brutto vor laufenden Kosten.
Die Einordnung ist zugleich der Selbsttest dieses Rechners: Ein Ergebnis weit über 150 € im Jahr wäre ein Hinweis darauf, dass eine Annahme nicht stimmt — nicht darauf, dass sich hier ein besonders gutes Geschäft auftut.
Zwei Zeitreihen tragen das Modell, beide aus Primärquellen:
Die Börsenpreise sind die Day-Ahead-Stundenpreise des Marktgebiets DE-LU für das Kalenderjahr 2025, 8.760 Werte, bezogen über die Schnittstelle von energy-charts.info (Fraunhofer ISE, auf Basis der SMARD-Daten der Bundesnetzagentur, CC BY 4.0). Kontrollwerte: Jahresbase 89,33 €/MWh, teuerste Stunde im Mittel 19 Uhr mit 136 €/MWh, billigste 13 Uhr mit 46 €/MWh, tiefster Einzelwert −250 €/MWh am 11. Mai, höchster 583 €/MWh am 20. Januar. Der mittlere Abstand zwischen teuerster und billigster Stunde eines Tages betrug 124 €/MWh.
Aus den 365 Tagen wurden 72 repräsentative Typtage gebildet: zwölf Monate, jeweils getrennt nach Werktag und Wochenende, jeweils aufgeteilt in drei Terzile nach der Größe des Tagesspreads, und aus jeder Zelle der Median-Tag. Diese Schichtung erhält beides — das Niveau und die Streuung. Das gewichtete Jahresmittel der Typtage liegt bei 88,66 gegen 89,33 €/MWh im Original (0,7 % Abweichung), der mittlere Tagesspread bei 123,8 gegen 124,1 €/MWh (0,2 %).
Warum nicht einfach mit einer mittleren Tageskurve rechnen? Weil das den Ertrag halbiert. Die über das Jahr gemittelte Stundenkurve hat nur 74 €/MWh zwischen Hoch und Tief, der durchschnittliche einzelne Tag aber 124 €/MWh — die Extremstunden wandern und verrechnen sich beim Mitteln gegeneinander. Ein Speicher fährt jeden Tag einzeln, nicht den Mittelwert.
Das Lastprofil ist das BDEW-Standardlastprofil H0 einschließlich der amtlichen Dynamisierungsfunktion, erzeugt für das Kalenderjahr 2025 mit dem Paket demandlib der oemof-Entwicklergemeinschaft, viertelstündlich auf Stundenwerte aggregiert und je Monat und Tagtyp gemittelt. Die Jahressumme trifft exakt 1.000 kWh, die Monatsanteile reichen von 10,17 % im Januar bis 6,97 % im Juli, der Anteil der Stunden 7 bis 9 und 18 bis 21 Uhr am Tagesverbrauch liegt zwischen 25 und 31 %.
Für jeden Typtag wird der Einsatz als Merit-Order bestimmt. Die teuerste noch offene Verbrauchsstunde wird mit der billigsten noch offenen Ladestunde gepaart. Die Paarung wird angenommen, solange ihre Marge positiv ist; sonst bricht der Tag ab. Begrenzt wird durch die nutzbare Kapazität mal der zugelassenen Zyklenzahl, durch die Lade- und Entladeleistung je Stunde und durch den tatsächlichen Verbrauch in der jeweiligen Stunde.
Marge je abgegebener kWh (brutto) = 1,19 × [ (P_hoch − P_niedrig / η) − (A + F) × (1/η − 1) ] P_hoch Börsenpreis der Entladestunde, ct/kWh netto P_niedrig Börsenpreis der Ladestunde, ct/kWh netto η Round-Trip-Wirkungsgrad AC zu AC A Anbieteraufschlag, ct/kWh netto F fixer Sockel: Netzentgelt + Umlagen + Stromsteuer + Konzessionsabgabe
Der zweite Term ist der entscheidende und wird in fast allen Überschlagsrechnungen vergessen. Der fixe Sockel kürzt sich in der Differenz weg — er fällt ja beim Netzbezug sowieso an, egal zu welcher Stunde. Was nicht wegfällt, ist der Sockel auf die Verlustmenge: Wer eine Kilowattstunde abgeben will, muss bei 80 % Wirkungsgrad 1,25 kWh beziehen, und auf diese Extra-Viertelkilowattstunde fallen Netzentgelt, Umlagen und Steuern in voller Höhe an. Bei einem Sockel von rund 14 ct/kWh sind das etwa 3,5 ct, die jede Paarung erst einmal verdienen muss.
Die Ergebnisse der Typtage werden mit der Zahl der Tage gewichtet, die sie vertreten, und aufsummiert. Anschließend werden abgezogen: der Eigenverbrauch des Geräts im Leerlauf, bewertet mit dem mittleren Arbeitspreis des Haushalts, die Mehrkosten des Messstellenbetriebs und sonstige laufende Kosten. Die Lebensdauer ergibt sich als das Kleinere aus kalendarischer Lebensdauer und Zyklenvorrat geteilt durch die tatsächlichen Jahreszyklen. Über diese Laufzeit werden Alterung (linear auf 80 % Restkapazität, wirksam nur an den Tagen, an denen die Kapazität überhaupt bindet), Amortisationszeitpunkt, Kapitalwert und interner Zinsfuß bestimmt.
Das Modell optimiert mit vollständiger Kenntnis von Preis und Last. Beim Preis ist das zulässig — die Day-Ahead-Preise des Folgetags stehen am Vortag um 13 Uhr fest, jede handelsübliche Steuerung kennt sie. Beim eigenen Verbrauch ist es das nicht: Niemand weiß morgens, wann abends der Backofen läuft. Hinzu kommt, dass das Standardlastprofil geglättet ist — eine echte Haushaltslast ist spitziger, wodurch eine Entladegrenze von 800 W häufiger bindet, als das Profil erkennen lässt. Der voreingestellte Realisierungsgrad von 85 % bildet diesen Abstand zwischen Optimum und Realbetrieb ab. Er ist eine Setzung, keine Messung, und deshalb frei einstellbar.
Hinterlegt sind drei vollständige Preisjahre: 2024 mit einer Jahresbase von 78,3 €/MWh und einem mittleren Tagesspread von 110,9 €/MWh, 2025 mit 89,3 und 124,1 sowie 2026, für das die Monate Januar bis Juli vorliegen (Base 99,2, Spread 146,1) und die restlichen Monate aus 2025 ergänzt werden. Letzteres ist ausdrücklich ein Mischjahr und in der Auswahl so bezeichnet. Voreingestellt ist 2025 als letztes vollständiges Jahr.
Der Wechsel des Referenzjahres verändert das Ergebnis stärker als fast jede Stellschraube am Gerät. Genau deshalb steht die Auswahl im Rechner und nicht in der Fußnote: Wer eine Anschaffung über zehn Jahre bewertet, sollte gesehen haben, wie sehr die Grundlage dieser Bewertung von Jahr zu Jahr schwankt.
Aus demselben Grund gibt der Rechner nicht nur eine Zahl aus, sondern eine Spanne. Über sechs unsichere Eingangsgrößen — Wirkungsgrad, Leerlaufverbrauch, Netzentgelt, Güte der Steuerung, Preisspreizung und Anbieteraufschlag — wird mit einer Dreiecksverteilung gestreut und in 64 Durchläufen gerechnet. Die Streubreiten sind nicht gegriffen, sondern stammen aus der jeweiligen Quellenlage; sie stehen im Abschnitt „Wie sicher ist das?“ mit Begründung. Der Zufallsgenerator ist auf einen festen Startwert gesetzt, damit dieselben Eingaben immer dieselbe Spanne ergeben — ein Ergebnis, das sich bei jedem Aufruf ändert, wäre nicht prüfbar.
Das Netzentgelt ist nach dem Wirkungsgrad der zweitwichtigste Hebel im Modell — nicht weil es den Spread verändert, sondern weil es die Verlustenergie verteuert. Zwischen Bayern und Hamburg liegen rund vier Cent je Kilowattstunde, und das kostet denselben Speicher im selben Haushalt etwa ein Viertel seines Jahresertrags.
Eine zentrale, kostenlose und maschinenlesbare Quelle für die Entgelte aller rund 850 Verteilnetzbetreiber gibt es nicht. Das Portal netzentgelttransparenz.de der Regulierungsbehörden von Bund und Ländern veröffentlicht nach § 23b EnWG die Kostendaten der Netzbetreiber als Excel-Tabelle, aber keine Endkunden-Preisblätter und keine Suche nach Postleitzahl. Die Preisblätter selbst veröffentlicht jeder Netzbetreiber einzeln auf seiner Seite, vorläufig bis zum 15. Oktober, endgültig zum Jahresende, meist als PDF. Wer die Vollabdeckung strukturiert braucht, muss dafür bezahlen: preisblaetter.de liefert 845 Netzbetreiber als CSV, XLSX und JSON einschließlich der § 14a-Module für 990 € (Jahr 2025) beziehungsweise 1.584 € (2025 und 2026); ene't und die GET AG bieten adressgenaue Webservices für Energieversorger, Preis auf Anfrage.
Dieser Rechner geht deshalb zweistufig vor. Voreingestellt ist das Landesmittel: Die Werte stammen aus der Auswertung von Verivox und ene't für 2026, bezogen auf 4.000 kWh Jahresverbrauch und einschließlich des Grundpreisanteils. Da für die Speicherrechnung nur der Arbeitspreis zählt — der Grundpreis fällt mit und ohne Speicher gleich an —, wird er herausgerechnet: Landeswert minus Netzgrundpreis geteilt durch 4.000 kWh. Für Thüringen ergibt das 6,01 ct/kWh gegenüber 5,56 ct im veröffentlichten Preisblatt der Thüringer Energienetze; die Abweichung nach oben ist erwartbar, weil das Landesmittel auch die teureren Stadtnetze enthält.
Für einzelne Netzbetreiber sind die Werte bereits eingelesen und stehen in der Auswahlliste — derzeit GeraNetz und die Thüringer Energienetze. Der Weg dahin dauert je Betreiber etwa zwei Minuten: Website des Netzbetreibers, Bereich „Netzentgelte“ oder „Preisblätter Strom“, Preisblatt für die Entnahme ohne Leistungsmessung (meist „Preisblatt 2“), Zeile Niederspannung. Jeder Eintrag in der Liste nennt Dokument, Stand und Fundstelle, damit nachprüfbar bleibt, woher die Zahl stammt.
Der Abgleich ist zugleich eine Probe auf das Landesmittel: GeraNetz verlangt 5,98 ct/kWh, geschätzt hatte der Rechner 6,01 — drei Hundertstel daneben. Die Thüringer Energienetze liegen mit 5,56 ct um 0,45 ct darunter, was den Jahresertrag um gut einen Euro verschiebt. Für die Frage, ob sich ein Speicher lohnt, ist beides ohne Belang. Für das Vertrauen in den Rechner ist der Abgleich trotzdem nützlich.
Eine Einschränkung ist dabei aufzulösen, die naheliegt und falsch ist: Die Zuordnung von Postleitzahl zu Netzbetreiber gilt gemeinhin als das eigentlich Teure an dieser Datenlage. Sie ist aber aus offenen Daten ableitbar. Im Marktstammdatenregister der Bundesnetzagentur ist zu jeder registrierten Anlage der anschließende Netzbetreiber und die Gemeinde vermerkt; wer das aggregiert, erhält die Zuordnung. Der Netzbetreiber-Finder von EMA tut genau das: 14.898 Gemeinden, 740 Netzbetreiber, 95,3 Prozent eindeutige Zuordnung, Datenstand quartalsweise, unter Verweis auf die Datenlizenz Deutschland – Namensnennung 2.0. Wo zwei Betreiber in Frage kommen, werden beide angezeigt. Das Netzverzeichnis Strom führt ergänzend 1.077 Versorgungsgebiete mit Netzbetreiber, Grundversorger und den HT/NT-Schaltzeiten, allerdings ohne ausgewiesene Lizenz.
Was in beiden Verzeichnissen fehlt, sind die Entgelte selbst — sie stehen nur in den Preisblättern der einzelnen Betreiber. Wer eine vollständige postleitzahlgenaue Lösung bauen wollte, müsste also nicht die Zuordnung kaufen, sondern die Preisblätter einsammeln. Der Aufwand liegt nicht dort, wo man ihn vermutet.
Der Kaufpreis ist mit 19 % Umsatzsteuer anzusetzen. Der Nullsteuersatz nach § 12 Abs. 3 UStG gilt nur für Speicher, die dazu bestimmt sind, Strom aus begünstigten Solarmodulen aufzunehmen; ohne Photovoltaikanlage fehlt diese Zweckbestimmung. Bei einem Gerät für 1.000 € macht das 190 € aus — mehr als ein ganzes Betriebsjahr einbringt. Die Listenpreise der Händler sind überwiegend mit 0 % ausgewiesen, was die Geräte in dieser Anwendung systematisch zu billig aussehen lässt.
§ 14a EnWG greift erst ab 4,2 kW Bezugsleistung. Kleine Plug-in-Speicher fallen nicht darunter: Sie unterliegen keiner Steuerungspflicht, bekommen aber auch die Netzentgeltrabatte nicht. Das ist wirtschaftlich bedeutsam, denn der Rabatt im Niedertariffenster ist in manchen Netzgebieten größer als der Börsenspread selbst. Im Rechner lässt sich das durchspielen — sinnvoll aber nur bei einem Gerät, das die Schwelle auch überschreitet.
Ein netzgekoppelter Speicher ist im Marktstammdatenregister anzumelden, auch ohne Photovoltaikanlage. Die Anmeldung ist kostenlos und binnen eines Monats nach Inbetriebnahme fällig.
Der Kern liegt getrennt von der Oberfläche und wird von einer Testreihe mit vierzig Einzelprüfungen abgesichert. Testreihe und Quelltext liegen offen — wer eine Zahl dieser Seite anzweifelt, kann sie nachrechnen: das Projekt auf GitHub.
Geprüft werden unter anderem: die Übereinstimmung der Typtage mit der Originalzeitreihe, die Jahressumme des Lastprofils, die Übereinstimmung von Modell und Handrechnung für einen einzelnen Tag, die Monotonie gegenüber Wirkungsgrad, Standby und Spreizung, die Einhaltung von Kapazitäts-, Leistungs- und Verbrauchsgrenzen sowie die Einordnung des Ergebnisses in die Bandbreite der unabhängigen Studien.
Die Güteangabe bezeichnet die Belastbarkeit: hoch steht für Primärquellen wie Bundesnetzagentur, Netzbetreiber-Preisblätter oder Bundesfinanzministerium, mittel für unabhängige Messungen und Fachpresse, niedrig für Sekundärquellen, modell für eigene Herleitungen.
| Größe | Wert | Quelle | Güte |
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Die Wirkungsgrade sind gemessene Werte aus unabhängigen Tests, keine Datenblattangaben. Der Unterschied ist erheblich: Hersteller nennen typischerweise 93 % — das ist der Spitzenwirkungsgrad einer Richtung, nicht der Round-Trip. Gemessen werden 78 bis 86 %, im Teillastbetrieb unter 150 W sogar nur 71 bis 76 %.
| Gerät | nutzbar | laden / entladen | Wirkungsgrad | Standby | Preis | je kWh |
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Preise Stand Juli 2026, inklusive 19 % Umsatzsteuer. Der Marstek Venus E MAX ist noch nicht im Handel — seine Werte sind aus der Geräteklasse abgeleitet und entsprechend unsicher.